Borellia burgdorferi

Hierbei handelt es sich um ein gramnegatives, korkenzieherartiges Bakterium. Es ist ein vektorgetragenes Bakterium, welches durch den gemeinen Holzbock oder besser bekannt von Zecken übertragen wird.

 

Die durch die borellia burgdorferi übertragene Infektionsionskrankheit ist die Borreliose, häufig auch unter dem Begriff Lyme-Borreliose zu finden. Der Name Lyme kommt von einer kleinen Gemeinde mit ca. 2000 Einwohnern im New London County in Connecticut/USA, in der gehäuft Gelenkentzündungen nach Zeckenstichen auftraten. Gegen die Borreliose kann man sich derzeit weder aktiv noch passiv impfen, die Krankheit ist aber grundsätzlich in allen Stadien heilbar.

 

Die Inkubationszeit nach einem Zeckenstich kann stark variieren und ist abhängig vom jeweiligen Stadium der Krankheit. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung gibt es nicht.

 

Die Borreliose verläuft in drei Stadien, von denen aber Stadium 1 und 2 mitunter gar nicht wahrgenommen bzw. auffällig werden.

Das Stadium 1 tritt Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich ein. Häufig verbunden ist damit die sogenannte Wanderröte. Zunächst bildet sich an der Stelle, an der die Zecke gesaugt hat, ein kleiner roter Fleck. Dieser verschwindet dieser wieder und bildet sich nach etwa drei bis vier Tagen um die Einstichstelle herum erneut.

Typisch für das Stadium 1 sind Fieber, Kopfschmerzen, Schweßausbrüche und Mattheit.

Im Stadium zwei, welches nach Wochen, aber auch nach Monaten erst eintreten kann, kann es zu Entzündungen des Gehirns, sämtlicher Nerven im gesamten Körper, Gelenk- und Muskelschmerzen/entzündungen kommen. Entzündungen von Augen, Leber und Nieren, sowie Entzündungen im Herzmuskel oder –beutel sowie Herzrythmusstörungen sind feststellbar.

Im letzten und dritten Stadium sind papierartige Hautverdünnung am Handrücken), Borrelien-Lymphozytom an Ohr, Nase  oder Hodensack, Antriebsarmut, Sensibilitätsstörungen, Bewusstseinstrübungen, Muskelentzündungen, Gelenkentzündungen und -Schwellungen, Sehnen-Entzündungen, Schleimbeutel-Entzündungen, Blutgefäss-Entzündungen, Herzmuskelerkrankungen, feststellbar.

 

Die Gefahr, durch Zecken gebissen zu werden besteht bei Freilandaufenthalten mit Kontakt zu bodennahen Pflanzen. Deshalb sollte lange Kleidung getragen werden, die möglichst viel Körperoberfläche bedeckt

 

Nach Aufenthalten in Gebieten mit potenziellem Zeckenvorkommen sollte der Körper (vor allem auch bei Kindern) sorgfältig nach Zecken abgesucht werden. Insbesondere bei Kindern können die Zecken am Haaransatz sitzen. Bei Zeckenbefall muss die Zecke umgehend entfernt und die Wunde sorgfältig desinfiziert werden. Bei der Entfernung der Zecke sind alle überflüssigen Manipulationen zu unterlassen; der Zeckenkörper darf nicht gequetscht werden, da sonst der borrelienhaltige Inhalt in den Organismus gelangen kann.

Neues Textfeld >>