Geruchsschwelle und Geruchswert

Die Geruchsschwelle (GS) oder der Geruchsschwellenwert (GSW) ist die minimale Konzentration eines Stoffes, die gerade noch mit dem menschlichen Geruchssinn wahrnehmbar ist. Die Stoffe oder Moleküle haben sehr unterschiedliche Schwellenwerte. Der scharf-stechende charakteristische Geruch von Ammoniak hat eine Geruchsschwelle von 0,037 ppm (parts per million bzw. Teile pro 1 Million). Wasserstoffsulfid (Geruch nach faulen Eiern) hat bereits einen Geruchsschwellenwert von 0,00047 ppm.

 

Der Geruchswert (GW) hingegen gibt an, ob eine Substanz oder ein Gemisch geruchlich deutlich wahrgenommen werden kann. Häufig kommt es vor, dass sich in Innenräumen einzelne Stoffe unter ihrem Geruchsschwellenwert (z.B. in Fertighäusern sogenannte Chloranisole) befinden, die einzeln gar nicht zu riechen sind. Der Summe der Geruchswert-quotienten der einzelnen Stoffe ( GW = Konzentration in der Raumluft [μg/m3] / Geruchsschwelle [μg/m3]) kann jedoch zu einem Wert über 1 führen, was dann geruchlich deutlich wahrnehmbar ist.