Öffentliche Toiletten

 

Öffentliche Toiletten sind wahrlich kein Ort zum Wohlfühlen, selbst bei Betreibern von "Toiletten-Ketten" finden sich häufig Situationen, die nicht unserem allgemeinen Hygienegefühl entsprechen.

 

Aber wie gefährlich sind öffentliche Toiletten? Die Gefährlichkeit hängt im Wesentlichen vom Verhalten des Nutzers ab. Als oberstes Gebot gilt "Hände gründlich mit Seife waschen, mit Papierhandtuch abtrocknen und danach nichts mehr anfassen". Gegebenenfalls kann das Papierhandtuch auch zur Betätigung von Klinken verwendet und somit ein Kontakt vermieden werden. Auch die Nutzung von bereitgestellten Desinfektionsmitteln ist nicht sinnvoll, denn erstens wissen die meisten Verbraucher überhaupt nicht wie man sich die Hände richtig desinfiziert und fördern sogar möglicherweise zukünftige Desinfektionsmittel-Resistenzen. Zweitens ist die Benutzung der Apparate nicht zielführend, da diese hygienisch auch bedenklich sind.

 

Das Abdecken der Toilette mit Papier, das sogenannte "Klopapiernest" ist überflüssig. Das Papier verrutscht ohnehin immer, mitunter fällt es runter und  hebt man es dann auf, nimmt man gleich noch den Dreck und die Keime vom Boden mit. Wer sich vor einer bespritzten Klobrille zu sehr ekelt, sollte sie mit viel Klopapier abwischen, eine direkte Berührung der Ekelstellen beim Abwischen muss unbedingt vermieden werden. Im Übrigen: Setzt man sich auf eine "nicht saubere Toilette", so gehen vom Kontakt der Oberschenkel mit dem Sitz keine Gefahren aus, da die Oberschenkel im Regelfall keine Eintrittspforten für Krankheitserreger sind. Auch die Befürchtung Geschlechtskrankheiten zu bekommen ist unbegründet.