Reinigung

Umgangssprachlich wird für die Reinigung oft und im Regelfall despektierlich das Wort "Putzen" verwendet. Dabei ist die Reinigung ein wesentlicher Bestandteil zur Reduktion von Mikroorganismen. Dies geht so weit, dass eine moderne Sterilisation ohne Reinigung heute völlig undenkbar ist.

 

In einfachen Worten ausgedrückt ist das Reinigen die Entfernung vom Schmutz am falschen Ort. Präziser ist die Definition des Robert-Koch-Insituts, die lautet: "Unter Reinigung wird ein zeitlicher Prozess zur Entfernung von Verunreinigungen (z.B. Staub, chemische Substanzen, organische Substanzen) unter Verwendung von Mechanik, Mechanik und Wasser mit oder ohne reinigungs-verstärkenden Zusätzen (z.B. Detergenzien ode enzymatische Produkte) verstanden.

 

Durch Reinigung lassen sich zwischen 50 und 80 % der Mikroorganismen beseitigen,mithin beugt die Reinigung Infektionsgefahren vor. Reinigung ist somit integraler Bestandteil jedes Hygienemanagements, ob in Haushalt, Industrie, Gewerbe oder im Dienstleistungsbereich, wie demGesundheitssektor.

 

Leider ist immer wieder feststellbar, dass das Personal in Einrichtungen häufig wenig geschult ist, Fälle vom Einsatz völlig unqualifizierter, aber "billiger" Mitarbeiter sind an der Tagesordnung. Darüber hinaus führt der Kosten- und Zeitdruck zu mangelnder Gründlichkeit bei Reinigung und Desinfektion. Untersuchungen der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene aus dem Jahr 2013 belegen deutlich angestiegene Flächenleistungen bei der Reinigung. Im Sanitärbereich haben sich die Flächenleistungen sogar verdoppelt, was für die Reinigungskräfte im Regelfall nicht zu schaffen ist. Die Konsequenz mehr Leistung auf Kosten der Sicherheit und Hygiene!