Basidiomycota

Basidiomyceten (Basidiomycetes, Basidiomycota) werden umgangssprachlich als Ständerpilze bezeichnet. Basidiomycota und Ascomycota werden auch als „höhere Pilze“ (Eumyceten) beschrieben. Der Name leitet sich von den ständer- bzw. säulenförmigen Zellen ab, an deren Enden die Sporen gebildet werden. Der Begriff „basidium“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „kleiner Sockel“. Derzeit sind etwa 30.000 Arten beschrieben (Kirk,P.M. et al. 2001). Ständerpilze sind in allen terrestrischen Ökosystemen zu finden, so unter anderem auch in Süß- und Salzwasser-gefilden. Erwähnenswert ist weiterhin, dass diese Pilze häufig eine bedeutende Rolle im Kohlenstoffkreislauf der Erde spielen.

 

Ständerpilze sind in vielfacher Hinsicht für die Menschheit von Nutzen. So zählen die meisten Speisepilze zu diesen Vertretern. Einige davon sind züchtbar, wie die Champignons, die Shiitake oder die Seitlinge. Andere sind halluzinogen und werden für Drogen gezüchtet, mitunter gibt es Toxinbildner, wie den grünen Knollenblätterpilz, der immer wieder Todesopfer fordert.

 

Einige Vertreter der Basidiomycota gehören zu den holzzerstörenden Pilzen, so z.B. der echte Hausschwamm und andere Braun-und Weißfäule produzierenden Gattungen.

Bild: McLaughlin, D.M., Beckett, A. and Yoon, K.S. 1985. Ultrastructure and evolution of ballistosporic basidiospores. Bot. J. Linnean Soc. 91: 253-271.