Zika-Virus (ZKV)

Seit Anfang der 1950iger Jahre ist die Zika-Krankheit bekannt. Ursprünglich war sie nur im Equatorialbereich von Afrika und Asien anzutreffen. Im Jahr 2014 kam es zu vermehrten Erkrankungen in Französisch-Polynesien und den Osterinseln. Seit 2015 hat sich das Virus in weiten Teilen Mittel- und Südamerikas verbreitet. Dies hat die Welt- gesundheitsorganisation (WHO) dazu veranlasst am 01. Februar 2016 den globalen Gesundheitsnotstand zu erklären. Letztmalig war dies 2014 im Rahmen des Ebola-Ausbruches in Westafrika geschehen.

 

Der Zika-Virus gehört zur Familie der Flaviviridae und zur Gattung der Flavivirus. Das Virusgenom hat einen Durchmesser von ca.35 bis 40 nm, ist einsträngig linear und behüllt. Verwandt ist er mit den Erregern des Dengue-Fiebers sowie dem West-Nil Virus.

 

Erstmalig entdeckt wurde das Virus im April 1947 in einem Rhesusaffen, und kurz darauf im Jahre 1948 wurde es in einer Aedes africanus-Mücke isoliert. Ort ist der 25 Hektar große Zika-Wald in der Nähe von Entebbe (Uganda) am Viktoriasee in Zentralafrika.

 

Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch Vektoren. Hierunter versteht man Organismen, welche die Erreger auf den Menschen oder auf Tiere übertragen. Im Falle des Zika-Virus handelt es sich um Stechmücken. Allerdings wird vielfach vergessen, dass dieser Virus auch in Einzelfällen durch Sexualkontakte übertragen werden kann.

 

Die Inkubationszeit (nach einem Stich) beträgt im Regelfall 3 bis 7 Tage, kann jedoch im Einzelfall bis zu 12 Tagen dauern.

 

Symptomatisch für  die Krankheit sind Fieber und Kopf- schmerzen. Daneben treten Gelenk- und Muskelschmerzen und Hautausschlag auf. Die Erkrankung verläuft im Regelfall recht harmlos bis hin zu asymptotisch. Allerdings ist schon von Todesfällen bei älteren und vorerkrankten Menschen berichtet worden.

Bei Schwangeren besteht der mehr als nur begründete Verdacht, dass es zu Hirnfehlbildungen des Kindes kommen kann. Das Virus steht auch im Verdacht an dem Guillain-Barré-Syndrom, eine Erkrankung der Nervenbahnen, beteiligt zu sein. Zu den Risikogruppen gehören daher in erster Linie Schwangere und ältere Personen mit Vorerkrankungen.

 

Medikamente für eine gezielte Therapie gibt es nicht. Die Behandlung erfolgt symptomatisch, d.h. durch fiebersenkende und schmerzstillende Mittel, viel Flüssigkeit und Ruhe.

 

Gegen eine Infektion gibt es weder eine passive noch aktive Impfmöglichkeit. Schutz bieten daher an erster Stelle, insbesondere für Schwangere und  Ältere der Verzicht auf Reisen in gefährdete Gebiete. Sollte dies jedoch unum- gänglich sein, so ist größter Wert auf Mückenschutz zu legen. Hierzu zählen imprägnierte Moskitonetze, das Tragen von heller und hautbedeckender Kleidung, Einreiben nackter Hautflächen und nach Möglichkeit der Aufenthalt in klimatisierten oder mit fliegengittergesicherten Räumen.